Vorsorge in der 2. und 3. Säule bewusst gestalten

Das Schweizer Vorsorgesystem steht vor grossen Herausforderungen. Die demografischen, wirtschaftlichen und finanziellen Faktoren haben sich verändert. Gut beraten ist, wer die Zeit nach der Pensionierung individuell und frühzeitig absichert.

Negativ wiegt vor allem die Finanzlage in der 1. Säule. Da die AHV im Umlageverfahren finanziert wird, zahlen die Erwerbstätigen mit ihren Beiträgen die Renten. Seit 2014 sind die Einnahmen der AHV geringer als die Ausgaben. Im Moment finanziert der AHV-Ausgleichsfonds das Defizit. Voraussichtlich 2030 wird dieses Kapital jedoch aufgebraucht sein.

Risikotransfer in der 2. Säule führt zu höheren Leistungen
Mit dem Umlageverfahren kann die AHV zudem nicht an der Kapitalmarktrendite partizipieren. Zwar liefert das Tiefzinsumfeld zurzeit nur magere Renditen. Dank dem Risikotransfer zwischen den Generationen kann die berufliche Vorsorge aber in hohem Masse am Finanz- und Kapitalmarkt partizipieren – mit vergleichsweise geringen Risiken für die Versicherten. Das Leistungspotenzial aufgrund der speziellen Rahmenbedingungen
macht die berufliche Vorsorge zu einer starken 2. Säule der Altersvorsorge. Sie sichert zudem Risiken wie Invalidität und Tod ab, was gerade für Familien existenzsichernd sein kann.

Mit dem Einkauf in die 2. Säule lassen sich Steuern sparen
Wer zudem Vorsorgelücken hat, kann diese mit dem Einkauf in die Pensionskasse schliessen, um im Alter eine höhere Rente zu beziehen. Mit einem Einkauf lassen sich auch Steuern optimieren, denn das Vorsorgekapital ist während der Versicherungsdauer von Vermögens-, Einkommens- und Verrechnungssteuern befreit. Und der Einkauf selbst lässt sich vom steuerbaren Einkommen abziehen. Es kann daher sinnvoll sein, gestaffelte Einkäufe über mehrere Jahre hinweg zu tätigen, damit ein geringerer Steuersatz auf das Einkommen anfällt.

Mit der Säule 3a selbst vorsorgen
Die tiefen Zinsen verschärfen das Erfordernis, den Sparprozess fürs Alter frühzeitig zu planen und rechtzeitig damit zu beginnen. Eigeninitiative und Verantwortung sind gefragt. Empfehlenswert sind ein Säule-3a-Konto bzw. eine 3a-Wertschriftenlösung. Der Vorsorgenehmer kann über die in der Säule 3a gebundenen Mittel erst fünf Jahre vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters verfügen. Als Gegenleistung für die Kapitalbindung ist der jährlich maximal einzahlbare Betrag von derzeit 6826 Franken für Personen mit bzw. 34 128 Franken für Personen ohne Pensionskassenanschluss bis zum Bezug von der Einkommensund Vermögenssteuer befreit. So kann die 3. Säule die Leistungen aus der 1. und der 2. Säule ergänzen und den individuellen Bedürfnissen und Ansprüchen Rechnung tragen. Haben Sie bereits ein 3a-Vorsorgekonto mit einem Guthaben um die 50 000 Franken, ergibt es Sinn, ein weiteres zu eröffnen, um eine gestaffelte Auszahlung zu ermöglichen.

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