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Tabuthema Geld – die Bank Cler will das ändern

Am 20. Mai 2017 wurde die jüngste Bank der Schweiz gegründet, die Bank Cler. Und dennoch: Diese Bank blickt auf eine 90-jährige Geschichte zurück. Zuerst als GZB und später als Bank Coop. Aber warum ändert eine Bank, die bei den Schweizerinnen und Schweizern gut verankert ist, überhaupt ihren Namen? Und was können wir von der neuen Bank erwarten? Wir haben Gregor Eicher, Leiter Marketing bei der Bank Cler, gefragt und Spannendes erfahren.

Herr Eicher, die Bank Coop war allen ein Begriff. Nun haben Sie den Namen in Bank Cler geändert. Warum?

Seit fast 18 Jahren hat Coop nur noch eine kleine Beteiligung an der Bank Coop gehalten. Diese letzten 10,4 Prozent hat die Basler Kantonalbank nun ganz übernommen. Für uns ein idealer Zeitpunkt, uns neu zu positionieren und dies auch über einen neuen Namen sichtbar zu machen. Mit der Namensänderung geben wir der Bank Cler ein neues, eigenständiges Profil. Grundlage ist ein neues Leistungsversprechen: wir wollen Banking einfach und verständlich machen – herzlich und nahbar.

Wie kamen Sie auf den Namen «Cler»?

Zu Beginn hatten wir etwa 400 Namen. In einem aufwendigen Selektionsprozess haben wir uns dann auf den Namen «Cler» geeinigt. «Cler» ist Rätoromanisch und steht für klar, einfach und deutlich. Der Name steht für unsere Schweizer Wurzeln, lässt sich in allen Landessprachen aussprechen und widerspiegelt unser Leistungsversprechen und unsere Kultur. Und: Der Name ist Programm: Kundinnen und Kunden sollen ihre Bankgeschäfte unkompliziert und rasch erledigen können. Wir möchten unsere Kundinnen und Kunden mit positiven Kundenerlebnissen an allen Kontaktpunkten begeistern.

Sie haben den Namenswechsel mit einer sehr speziellen Kampagne unterstützt und die Preise der Werbe ächen transparent auf den Plakaten bekannt gegeben. Wie kam es zu dieser Idee?

Unsere Kampagne basiert auf der Tatsache, dass ein o ener Umgang mit Geld für Schweizer noch immer nicht normal ist. Geld ist eines der wenigen verbleibenden Tabuthemen. Wir wollen das thematisieren und einen o enen Dialog anregen. Dazu stellen wir wichtige Fragen zum Thema Geld. Denn wir glauben, dass der Schweiz ein ungezwungeneres Verhältnis zum Geld guttun würde. Um unsere Haltung zu demonstrieren, haben wir zu Beginn der Kampagne die Preise unserer Werbeflächen kommuniziert.

Viele Kunden dachten, dass die Bank Coop auch Coop gehört. Gibt es noch eine Verbindung zum Grossverteiler?

Ja, die gibt es in der Tat. Wir führen unsere langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit Coop weiter. Die Kundinnen und Kunden der Bank Cler pro tieren beispielsweise weiterhin exklusiv vom Supercard-Programm von Coop und in den Coop-Verkaufsstellen werden den Kundinnen und Kunden weiterhin die Bancomaten der Bank Cler zur Verfügung stehen.

Worin unterscheidet sich die Bank Cler von anderen Banken?

Der Blick der Schweizerinnen und Schweizer auf die Banken hat sich grundlegend verändert. Sie vermissen eine anständige Bank, die ihre wirtschaftliche und soziale Verantwortung wahrnimmt und sich als echte Interessensvertreterin ihrer Kunden versteht. Auch mit dem neuen Geschäftsstellenkonzept setzen wir unseren Kundenfokus in die Realität um. Unsere Geschäftsstellen sind o ener und moderner. Sie sind einladend. Wir bieten unseren Kundinnen und Kunden verschiedene Beratungsorte zur Auswahl, damit sie sich wohlfühlen: sei es am grossen Tisch, an der Gastronomietheke, in der Lounge, im Kreativraum oder traditionell im Sitzungszimmer.

Was dürfen wir zukünftig von der Bank Cler erwarten?

Wir haben bereits angefangen, unsere Produkte zu vereinfachen. Daran arbeiten wir weiter. Im Sommer werden wir unsere digitale Geschäftsstelle eröffnen, bei welcher man online eine Kundenbeziehung starten und Produkte kaufen kann. Die Digitalisierung wird wichtiger, sodass wir hier stark investieren. Sie dürfen gespannt sein.

Natalie Waltmann