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Gegenüberstellung

01. Wie sollte ein Arbeitsort idealerweise gestaltet sein?

Ilona Schönle: Ideal wäre eine Symbiose aus Funktion, Inspiration, Individualität und Identifikation. Ein Arbeitsplatz sollte die Mitarbeitenden bei der Erfüllung ihrer täglichen Aufgaben unterstützen, sie zum Weiter- und Querdenken anregen, Treffpunkt für Interaktion sein und gleichzeitig Möglichkeiten der Regeneration und des Rückzugs bieten. Er sollte sich also flexibel an unterschiedliche Anforderungen der Aufgaben und individuelle Bedürfnisse der Mitarbeitenden anpassen. Der ideale Arbeitsplatz benötigt eine exakte Bedarfsanalyse mit anschliessender massgeschneiderter Planung.

Thomas Dienes: Eine der bedeutendsten aktuellen Trends ist die Digitalisierung in allen Bereichen unseres Lebens. Diese Entwicklung wird eine Optimierung der Arbeit in den Büros wie auch in der Produktion mit sich ziehen – und damit eine grundlegende Veränderung, wie wir arbeiten und welche Anforderungen an uns gestellt werden. Bei allen Veränderungen bleibt der Anspruch, einen menschengerechten Rahmen für die Menschen unterschiedlichster Generation zu bieten. Neben den rein arbeitsunterstützenden oder funktionalen Aspekten wird es immer bedeutender werden, angenehme Arbeitsorte für die Menschen zu schaffen. Die hohe Qualität des visuell und haptisch erfahrbaren Raumes und seines Equipments wird ein wesentliches Element einer menschengerechten Arbeitswelt sein, in der wir auch in Zukunft Menschen begeistern können, ihre Arbeit zu verrichten.

02. Wie sieht das Bürokonzept der Zukunft aus?

Ilona Schönle: Hier lautet das Schlagwort sicherlich Flexibilität. Die Digitalisierung erfordert von Unternehmen und Menschen eine teilweise radikale Anpassung oder sogar Neuerfindung. Büroräume werden durchlässiger und offener. Geteilte Arbeitszonen (Shared spaces) werden neben den eigenen Mitarbeitenden auch von Externen und Kunden oder auch für Co-Working genutzt. Einzelarbeitsplätze wandeln sich zu Arbeitswelten, die Raum bieten für CoCreation und kreatives Arbeiten. Grundsätzlich wird die Technik eine immer grössere Rolle spielen. Denn die zunehmende Mobilität und Flexibilität von Arbeitsmodellen erfordert einen entsprechenden Techniksupport. Wo der Mensch nicht mehr am Kabel hängt, wird das Arbeitsumfeld zur «Spielwiese».

Thomas Dienes: Innerhalb eines Arbeitsortes wächst das Bedürfnis nach Angeboten mit unterschiedlicher Qualität, um den unterschiedlichen Arten von Tätigkeiten und Anforderungen gerecht zu werden, die in schnellem Wechsel entstehen. In der richtigen Ausprägung und im richtigen Mix dieser Angebote zueinander entsteht ein passendes Bürokonzept für ein spezifisches Unternehmen zu einer bestimmten Zeit. Um notwendige und teilweise schwer absehbare Veränderungen in immer schnelleren Zyklen realisieren zu können, sind modulare und flexible Systeme bei Gebäuden, Einrichtungen und Infrastrukturen den Customized-Lösungen weit überlegen.

03. Design versus Funktionalität – was steht bei der Einrichtung des Arbeitsplatzes im Vordergrund?

Ilona Schönle: Die neuen Arbeitswelten, wie wir sie auch bei Witzig The Office Company haben, bieten eine exzellente Vereinbarkeit von beidem. Gutes Design bietet Funktionalität und Ästhetik. Eine Arbeitsumgebung mag funktional sein, aber wenn die Mitarbeitenden sich nicht wohlfühlen, leidet die Produktivität. Der Arbeitsplatz sollte der mentalen und physischen Gesundheit der Mitarbeitenden dienen und ihnen eine stressfreie Erfüllung ihrer Aufgabe ermöglichen. Ästhetische Prinzipien sind ein wichtiger Bestandteil einer ganzheitlichen Unternehmenskultur und prägend für Eigen- und Fremdbild der Organisation. Und wenn Führungskräfte gemeinsam mit ihren Teams in Open-Space-Büros agieren, anstatt sich in Einzelbüros abzuschotten, dann steht dahinter eine glaubwürdige und wertschätzende Arbeitskultur, die in hohem Masse identitätsstiftend wirkt.

Thomas Dienes: Im Spannungsfeld von Veränderungen im Umfeld und dem Wunsch der Menschen nach Ankerpunkten und Orten, an denen sie sich wohlfühlen, ist die Frage nach den richtigen Antworten bei der Konzeption des Arbeitsortes und -platzes zu sehen. USM bezieht hierzu eine sehr eindeutige Position: Es verschreibt sich seit jeher der funktionalen wie designorientierten Welt. Modulare Systeme können Lösungen anbieten, die bei der Gestaltung der Arbeitsumgebung ideal unterstützen und sich immer wieder den ändernden Ansprüchen der Mitarbeitenden und den Gesamtanforderungen einer Firma anpassen.
Vielfältige und spezifische Lösungen erzeugen, mit funktionalen und gleichzeitig designorientierten Produkten bestücken und sie immer wieder anpassen können – das ist die Antwort für die Zukunft.

Ilona Schönle, Unternehmenskommunikation, Witzig The Office Company AG

Dr. Thomas Dienes, Group Product Development Director bei USM U. Schärer Söhne AG