Der Mensch an erster Stelle

Geschätzte Leserinnen und Leser

Junge Mitarbeitende wünschen sich Verantwortung, flache Hierarchien und Anerkennung. Sie erwarten eine möglichst unstrukturierte Arbeitszeit mit viel Freiheit, Autonomie und Selbstverantwortung. Daraus ergibt sich hohe Motivation, hohe Produktivität und viel Innovation. Dazu soll die Arbeitskultur individueller, eigenständiger und selbstverantwortlicher sein.

Junge Leader fordern dasselbe Umfeld für ihr Tätigkeitsfeld. Gleichzeitig sind sie gefordert, ein solches zu kreieren. Aus ihrer eigenen Betroffenheit sollte es ihnen leichterfallen, die Bedürfnisse zu (er-)kennen und umzusetzen. Da grossenteils altersmässig gemischte Teams bestehen, muss Leadership auch die Brücke zwischen den unterschiedlichen Anforderungen und Gewohnheiten schlagen.

Die Firmenkultur fördert die jungen Leader, wenn sie unterstützend führt, die gewünschte Flexibilität ermöglicht, ziel- und wertebasiert ist, Experimente ermöglicht und ein Scheitern zulässt; wenn sie Vertrauen und Transparenz vorlebt und die Entscheide dezentral gefällt werden.

Alle Modelle und möglichen Entwicklungen werden scheitern, wenn nicht die Mitarbeitenden – die Menschen – an erster Stelle stehen.

In dieser Ausgabe des «Leader» beleuchten wir verschiedene Themenbereiche im Zusammenhang mit junger Leadership. Ich wünsche Ihnen eine unterhaltsame und bedenkenswerte Lektüre.

Thomas Weibel
Präsident SKO