The Beat – Mentor & Inhaber

„Leadership the Swiss Way“ bedeutet für mich, die Mitarbeitenden gemäss Ihren Fähigkeiten, Kompetenzen und Bedürfnissen mit Sinn zu führen. Das bedingt, dass ich mich ehrlich und aufrichtig für meine Mitmenschen interessiere sowie als integres, authentisches Vorbild vorangehe.

Markus Bieri – Coach & Organisationsberater BSO/ FHNW, Inhaber www.markusbieri.ch / Karrieren-Berater SKO

„Leadership – the Swiss Way“ heisst für mich, dass sich die Führungspersonen wieder auf die „alte“ Kompetenz des MENTOR SEIN (und nicht Coach sein wollen) besinnen. Mitarbeitende sollen ihre Aufgaben und Ziele im „working together and have success“ erfüllen und erreichen können.

Katja Rieger – Gründerin Xponential GmbH

Authentisch mit starken Werten ein Vorbild sein. Für etwas stehen und damit andere bewegen. Ziele vorgeben, dann aus dem Weg gehen 🙂 – helfen und unterstützen, wo nötig, und loben und ermutigen jeden Tag.

Milena Haller – Keynote Speaker und Expertin für Auftritt

Komplimente machen, vertrauen und Teams bilden, in welchen eine hohe Sozialkompetenz gefragt ist. Zudem ist es als Leader wichtig emphatisch zu sein, auf seine Intuition zu hören und mit dem Herzen unterwegs zu sein.

Silvan Krähenbühl – CEO Gymhopper AG

Leadership bedeutet Transparenz, Ehrlichkeit, Offenheit, Unterstützung und Motivation für das ganze Team.

Andreas Zingg – Leiter Services bei ROMAG aquacare AG

Führen: Diszipliniert und konsequent Vorbild sein. Tag für Tag die Arbeit an sich selbst pflegen.

,

Das letzte Wort

Wie kommt ein «Giel» aus Thun im Berner Oberland nach Jackson, Mississippi, um dort ein Album einzuspielen? Mit dem Flugzeug, geht der Witz. Aber im Ernst: Die Frage ist mir öfter gestellt worden, als ich mich erinnern kann. Und sie war immer so gemeint: Was hat einer mit dem Namen Philipp Fankhauser, weisser Haut und Herkunft im Heidiland Schweiz im Blues- und Soul-Geschäft verloren? Ist es nicht ein Regelbruch, wenn ein weisser Europäer in die künstlerische Domäne der «African Americans», ja in deren Geschichte eindringt? Hat nicht Elvis schon den Schwarzen den Rock’n’Roll gestohlen und zu einem «weissen» Genre gemacht?

Bezeichnenderweise ist mir diese Frage fast ausschliesslich von Weissen (Nichtmusikern) gestellt worden. Alle andern – und namentlich grosse Künstlerinnen wie Margie Evans und Legenden wie Johnny Copeland oder Dennis Walker, mit denen ich arbeiten durfte – haben mich ohne Zögern für das genommen, was ich bin: den musikbegeisterten Philipp Fankhauser, der sich verliebt hat in den souligen Sound des US-Südens. Und dabei war mir immer klar: Blues und Soul sind ein afroamerikanisches Kulturerbe – und ich kann oder darf bestenfalls daran etwas teilhaben.

Viele der grossen, erfolgreichen Künstler haben sich übrigens nie um Regeln geschert oder gar um das, was «normal» ist, sondern sich allenfalls dagegen aufgelehnt. Kunst kennt nicht nur keine Regulierung, sie ist oftmals geradezu ihr Kontrapunkt: Sie braucht Regeln, um sie zu brechen. Und daran wächst sie.

Philipp Fankhauser

, , ,

Gegenüberstellung

Das Medizinal-Startup Cutiss aus Zürich und das Medical-Software-Unternehmen Mindmaze aus Lausanne über das Spannungsfeld von Regulierung und Kreativität.

Fabienna Hartmann-Fritsch (rechts) ist CTO und Claudia Sax Steffen Administrative Managerin der CUTISS AG mit Sitz in Zürich. Sie stellt personalisierte Hautsubstitute her, welche momentan in klinischen Studien getestet werden. Diese Hautsubstitute können Patienten helfen, die an Hautdefekten wie Verbrennungen oder Narbenkorrekturen leiden und chirurgisch behandelt werden müssen.

Tej Tadi ist der Gründer von MINDMAZE, einem Spinoff der ETH Lausanne aus dem Jahr 2012. Es entwickelt intuitive Mensch-Maschine-Schnittstellen für Patienten und Nutzer verschiedenster Fachgebiete. Das Unternehmen mit Sitz in Lausanne hat Büros in San Francisco, im UK, Frankreich und Rumänien. © 2016 Robert Huber

Steht Regulierung der Kreativität Ihres Unternehmens im Weg?

Tej Tadi, Mindmaze: Ja und nein. Das Gesundheits-Geschäft ist zwar reguliert, aber das sehr pragmatisch. Die Leitlinien der Regulierung einzuhalten, kann zwar die Entwicklung verlangsamen, das ist nicht von der Hand zu weisen. Aber das muss noch keineswegs die Kreativität beeinträchtigen. Wenn man sich in den Markt vertieft und einen klaren Überblick des Gesamtprozesses und der Ziele im Zusammenhang mit Sicherheit und Performance gewinnt, erkennt man den Sinn der Regulierung und versteht, dass Kreativität und Regulierung koexistieren.

Claudia Sax Steffen und Fabienne Hartmann-Fritsch, Cutiss: Wir sind im Bereich von klinischen Studien tätig, wo Regulierung und Kontrolle eine entscheidende Rolle spielen. Bis man in die Klinik kommt, kann man sehr vieles ausprobieren und kreative und innovative Ideen umzusetzen versuchen. Sobald es jedoch Richtung Anwendung am Menschen geht, ist Regulierung oft nicht nur ein Hemmnis, sondern sogar das Ende oder – bildlich gesprochen – der Tod einer kreativen Idee.

Wo liegt der grösste Konflikt, wo gibt es Kompromisse?

Mindmaze: Eine gänzlich neue Technologie auf den Markt zu bringen, ist kompliziert – vor allem auch wegen der Regulierung. Es verlangt Monitoring, Überwachung und klare Nachweise, um die Zulassung zu erhalten. Wenn man nicht aufpasst, wird ein fortschrittliches Produkt obsolet, noch bevor es Marktreife erreicht hat. Kompromisse werden möglich, wenn man Best Practices aus anderen Geschäftsbereichen in den Zulassungsvorgang impliziert.

Cutiss: Kompromisse können im Bereich der klinischen Forschung keine gemacht werden. Die Sicherheit für die Anwendung am Menschen kommt immer an erster Stelle. Damit eine brandneue und kreative Idee erfolgreich umgesetzt werden kann, muss sehr viel stimmen.

Kreativität braucht auch Steuerung: Wie sieht Ihr Ideenmanagement aus?

Mindmaze: Mit einer klaren Vision und einem grossartigen Team – was wir beides glücklicherweise haben – können wir innerhalb kritischer Zeit an Meilensteinen arbeiten, ohne die Kreativität zu beschneiden. Dazu muss man das Team ermächtigen, seine Stärken voll auszuspielen – und dafür sorgen, dass alle dabei auf das Ziel fokussieren.

Cutiss: Das Ideenmanagement ist in unserem Fall die Grundlagenforschung, die durch fortlaufendes Experimentieren neue und oft überraschende Erkenntnisse generiert. Diese wiederum verlangen geradezu, dass man neue Ansätze ausprobiert, abklärt, rumtüftelt und versucht, Ideen weiterzuentwickeln.

 

Marlys Hirt – Inhaberin Marlys Hirt Kommunikation

Leadership heisst für mich Vorbild sein indem ich Kommunikation bewusster wahrnehme, Teams ermächtige und dabei wirksames, agiles Handeln fördere.

Robert Wildi – Journalist / Texter, rowi press und rowicom.

Fortschrittliches Führen heisst für mich, einen Teamspirit zu kreieren, indem individuelle Stärken jedes Einzeln gefördert statt gegeneinander ausgespielt werden und damit ein Gewinn für die Gesamtheit und damit wiederum für jeden Einzelnen resultiert.