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Just for fun!

Als ich mich auf meine letzte Tour zu «Made in Hellwitzia» vorbereitet habe, war ich mit einem für mich neuen Phänomen konfrontiert: Facebook!

Zwar war ich auf den Social Media bereits aktiv, jedoch hatte ich mich noch nie so richtig damit auseinander gesetzt. Also habe ich mir einen guten Freund geschnappt und mich mit ihm hingesetzt, um mir die Kniffe der digitalen Kommunikation erklären zu lassen. Geduld war gefragt – und mein Bekannter hatte nachher ein paar graue Haare mehr auf dem Kopf. Als Comedian bin ich es gewohnt, Menschen zu unterhalten, auf der Bühne und im Rampenlicht zu stehen. Seit einigen Jahren geht meine Präsenz aber noch viel weiter: Während früher auf einer rudimentären Website gerade mal die Tourdaten und vielleicht eine Biografie abgebildet waren, gehören heute verschiedene Social-Media-Profile dazu. Fans wollen auch im Netz Spass haben. Dennoch muss ich mir hier genau überlegen, was ich poste, denn das Internet vergisst nie. Was aber manchmal auch seine Vorteile hat: Nach 37 Jahren bringe ich mit «Just for fun!» 2017 mein erstes Best-of-Programm auf die Bühne. Ich habe die Vorbereitungen auf dieses Programm auch genutzt, um auf mein langjähriges Bühnenschaffen zurückzuschauen. Und gesucht habe ich: nach Aufzeichnungen von alten Nummern, Musik aus vergangenen Programmen und manchmal auch nach dem Sinn des damals Wiedergegebenen – mit YouTube kein Problem. Irgendwer hat irgendwann irgendwo sicher etwas aufgezeichnet und ins World Wide Web gestellt.

So sehr ich die Chancen der sozialen Medien schätze und inzwischen auch zu nutzen weiss, so bin ich doch ein Kind der Analogie: Auf der Bühne zu stehen und mein Publikum «live» zu spüren, mit ihm zu interagieren, ist für mich viel mehr wert, als jedes Like auf Facebook.

Marco Rima
Schweizer Schauspieler, Kabarettist und Autor. Ab 2. März 2017 ist er mit seinem neuen Programm auf Schweizer Tournee.

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Porsche Advanced Cockpit – zukunftsweisend digitalisiert

Die Digitalisierung des Automobils verändert die Mobilität stärker und schneller als je zuvor. Neue Anzeige- und Bedienkonzepte, intelligentere Assistenzsysteme und eine immer schnellere und leistungsfähigere Bordelektronik führen dazu, dass der Komfort, die Vernetzung mit der Aussenwelt und die Sicherheit ein neues Niveau erreichen.

Der neue Panamera ist ein Spiegelbild der digitalen Entwicklung; er ist das am weitesten digitalisierte und vernetzte Auto in der Porsche-Modellpalette. Dabei filtert die Elektronik das Fahrerlebnis nicht etwa weg. Porsche hat den Status quo der Digitalisierung genutzt, um höchsten Komfort mit maximaler Fahrdynamik und selbsterklärender Bedienung in Einklang zu bringen.

Das Porsche-typische Interieur wurde für den Panamera zukunftsweisend neu interpretiert. Blackpanel-Flächen und interaktive Displays verbinden die klare Visualität und selbstverständliche Bedienoberfläche von Smartphones und Tablets mit der praxisgerechten Steuerung eines Automobils. Klassische Hardkeys und konventionelle Instrumente wurden signifikant reduziert. Stattdessen dominieren im neuen Porsche Advanced Cockpit berührungssensitive Panels und individuell konfigurierbare Displays. Mit grossen Vorteilen für Fahrer, Beifahrer und Fondpassagiere: Trotz eines deutlich erweiterten Angebots der Kommunikations-, Komfort- und Assistenzsysteme wurden Nutzung und Bedienung der verschiedenen Funktionen übersichtlicher und intuitiver. Das Porsche Advanced Cockpit transferiert dabei Bewährtes aus der analogen Welt in die digitale Gegenwart der Mobilität.

Porsche Connect Plus: Vernetzt mit dem World Wide Web

Die Schnittstelle in die Online-Welt beinhaltet beim Panamera unter anderem Apple CarPlay und die Porsche Car Connect App. Zu den via Smartphone und Apple Watch steuerbaren Funktionen gehören Safety Services wie die Pannenhilfe und der automatische Notruf, Security Services, also Fahrzeugortung bei Diebstahl und Meldung an eine Alarmzentrale, sowie Remote- & E-Mobility Services-Carfinder zum Abruf von Informationen sowie zur Steuerung von Funktionen. Ebenfalls integriert: ein LTE-Telefonmodul mit SIM-Kartenleser, ein drahtloser Internetzugang (WLAN-Hotspot), Echtzeit-Verkehrsinformationen sowie Google Earth und Google Street View.

Eine weitere Stufe der Online-Interaktion erschliesst sich über die Porsche Car Connect App. Damit ist es möglich, schon vor dem Start ein Navigationsziel per Smartphone und Google zu suchen, als Ziel zu speichern und später in das Porsche Communication Management (PCM) zu übertragen. Ebenfalls neu: Kalendereinträge und Kontakte mit hinterlegten Adressen lassen sich anzeigen, verwalten und in die Zielführung integrieren. Die mit GPS-Daten verknüpften Smartphone-Fotos können alternativ ebenso als Navigationsziele übernommen werden. Mittels PCM Connect greift der neue Panamera zudem auf eine nahezu grenzenlose Auswahl an Internet-Radiosendern und Online-Musiktiteln zu. Die Songs werden über Dienste wie Napster und radio.net abgerufen. Analog zur Porsche Car Connect App sind auch zahlreiche Funktionen von PCM Connect über die Apple Watch bedienbar. Via Connect Plus stehen zudem Apps zur Verfügung, beispielsweise zur Parkplatzsuche inklusive Anzeige der freien Plätze in Parkhäusern am Zielort oder in der Fahrzeugumgebung, zur Tankstellensuche inklusive Anzeige der Kraftstoffpreise, SMS per Sprachsteuerung, Twitter-Tweets werden vorgelesen, Infos eingeblendet – Event-Infos oder Nachrichten.

Der von Grund auf neu entwickelte Porsche Panamera ist Sportwagen und Luxuslimousine in einem. Motoren und Getriebe wurden neu konstruiert, das Fahrwerk perfektioniert, das Anzeige- und Bedienkonzept mit Multitouch-Steuerung zukunftsweisend interpretiert und das Design noch näher an den Kern der Marke gezeichnet.

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Cyberangriffe können jeden treffen

Derzeit überziehen Erpresserbanden Firmen in der Schweiz mit Überlastungsangriffen, Kleinkriminelle kapern Computer von Privatpersonen und fordern Lösegeld. Die Schweiz erlebt eine Welle digitaler Kriminalität. Informationen sind die Waffen der Zukunft.

Stellen Sie sich vor: Es ist Morgen. Sie starten wie jeden Tag ihren Computer auf – und alle ihre Daten sind weg. Ein schwarzes Loch macht sich auf ihrem Bildschirm breit. Einzig eine Meldung poppt auf. Und zwar mit einer Lösegeldforderung für die gesamten Informationen in ihrem Netzwerk. Solche Cyberangriffe haben seit Jahresbeginn stark zugenommen. Meist verschlüsseln die Täter die Daten des Opfers mit dem sogenannten CryptoLocker, einem Trojaner, oder sie überlasten seinen Server. Manchmal drohen die Täter auch damit, sensible Daten zu veröffentlichen. Für die Freigabe der Daten fordern die Kriminellen dann Lösegeld – oft in der Internetwährung Bitcoin. Es ist kein Zufall, dass die Angriffe mit dem Aufkommen neuer Zahlungsmittel wie Bitcoin zugenommen haben. «Damit lässt sich die Identität der Zahlungsempfänger verschleiern», sagt Andy Kutter, Branch Office Manager von Kyos Embedded Security. Er und Fabien Jacquier, Managing Director von Kyos, haben täglich mit solchen Fällen zu tun. Die Firma mit Sitz in Genf und St. Gallen ist einer der führenden Anbieter für umfassende Datensicherheit und Netzwerklösungen und bietet Sicherheitslösungen für Unternehmen jeder Grösse.

Cyberkriminalität kann jeden treffen

Was sich zunächst anhört wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film, entpuppt sich zunehmend als erschreckende Realität. Computer werden zu Waffen. Daten sind das Erdöl der Zukunft. Sie haben in vielen Fällen geschäftskritische Bedeutung. Im Zeitalter von Big Data und dem gläsernen Menschen sind Informationen zu einer neuen Währung geworden. Internetkriminalität ist ein globales Milliardengeschäft. Mit Opfern auch in der Schweiz.

Andreas Kutter | Branch Office Manager, Kyos Sàrl

Für Aufsehen sorgte beispielsweise im ersten Halbjahr 2016 der Cyberangriff auf die Rüstungsfirma Ruag. Zu den grösseren Ereignissen gehörten ein Angriff auf eine Datenbank der SVP, bei dem 50 000 E-Mail-Adressen kopiert wurden, sowie eine Infektion der Webseite von «20 Minuten». Im Sommer wurden Tausende SMS an Empfänger in der Schweiz versendet, die angeblich von der Schweizerischen Post stammten, jedoch einen Link auf eine Webseite in Lettland enthielten. Beim Anklicken des Links wurde das Opfer auf eine gehackte Webseite weitergeleitet und eine schädliche Android-App installiert.

Angriffe auf das System wie diese können jeden treffen. «Es ist ein Irrtum, zu glauben, dass Cyberattacken nur grosse Firmen treffen», sagt Kutter. «In den letzten Jahren ist die Bedrohung durch Cyberkriminalität immer weiter gestiegen», erklärt er. Es ist zu befürchten, dass solche Attacken nicht nur andauern, sondern auch laufend weiterentwickelt werden. Der Markt dafür beruht derzeit auf der Voraussetzung, dass eine kritische Masse von zahlungsbereiten Opfern vorhanden ist. Kutter dazu: «Wir raten anderen Firmen: Bezahlt niemals Erpressergeld – investiert lieber in eine Abwehr-Infrastruktur. Damit ist das Geld besser angelegt.

Der Aufwand für ein komplettes Sicherheitssystem lohnt sich für jede Unternehmung. Denn der Arm der Justiz muss lang sein, um Cybertäter zu schnappen: «Meistens verlaufen die Ermittlungen im Sande, weil die Hacker sehr gut organisiert sind», sagt Fabien Jacquier, Managing Director von Kyos.

„Die meisten Attacken sind sogenannte Inside-Threats. Das heisst, sie kommen aus dem Innern der Firma.“

Andres Kutter

25 000 Angriffe pro Tag

Pro Tag finden in der Schweiz bis zu 25 000 Angriffe statt. Und trotzdem wird darüber nur selten gesprochen. «Es ist immer noch ein sehr heikles Thema», sagt Jacquier. «Deshalb ist es umso wichtiger, dass sich die Informationssicherheit in jeder Firma zum Thema entwickelt und Sicherheitsoptionen überdacht werden.» Dabei müssen viele Überlegungen gemacht werden: Wer hat Zugriff auf Firmendaten? Kann ich nachvollziehen, wer die Daten benutzt hat? Wie kann ich meine Daten effizient schützen? Welche Anwendungen sind besonders verwundbar?

Fabien Jacquier | Gründer Kyos, Managing Director, Kyos Sàrl

Wer denkt, dass Angriffe nur von aussen kommen, liegt falsch: «Die meisten Attacken sind sogenannte Inside-Threats. Das heisst, sie kommen aus dem Innern der Firma, sprich von einem Mitarbeiter aus», so Jacquier. Darum braucht es Massnahmen für den internen Informationsaustausch. Folgende Tipps für ein sicheres Firmennetzwerk sind hilfreich:

  1. Erzwingen Sie Passwortkomplexität für alle Konten, einschliesslich der integrierten Konten.
  2. Gewährleisten Sie, dass bewährte Methoden und Sicherheitsrichtlinien eingehalten werden.
  3. Nutzen Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle wichtigen Systeme.
  4. Um die Chancen der Früherkennung zu erhöhen, ist die Sicherheitsüberwachung ein absolutes Muss.
  5. Denken Sie daran: Selbsterkennung ist der schnellste Weg zur Eindämmung und Behebung.
  6. Installieren Sie Patches und halten Sie sich an strenge Kontrollrichtlinien.
  7. Führen Sie regelmässig interne und externe Scans durch.
  8. Führen Sie Trainings durch, die das Sicherheitsbewusstsein Ihrer Angestellten fördern.

 

Nicole Bruhlin

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Gegenüberstellung

01. Was sind Eigenschaften, die ein moderner Leader erlernen muss?

Stephan Koch: «Ein motiviertes, selbstständiges Team ist der Schlüssel zum Erfolg. Dafür muss der heutige Chef einiges tun, und das, indem er die richtigen Leute im richtigen Mix mit der entsprechenden Kompetenz und Verantwortung ausstattet. Der moderne Leader sollte zum bewussten Hinhörer werden, aktiv nachfragen und einen offenen Spielraum für andere Meinungen zulassen. Er oder sie soll vor allem in einer unterstützenden Funktion tätig sein und im Bedarfsfall mit Rat und Tat zur Seite stehen. In der heutigen Informations- und Aufgabenflut ist der Leader ein Eckpfeiler, der entscheiden kann, die strategischen Akzente und die Prioritäten für sich und sein Team zu setzen vermag.

Sandra Adlesgruber: «Der moderne Leader reagiert schnell auf wechselnde Bedingungen und neue Anforderungen. Er erkennt Gelegenheiten für sein Unternehmen und springt als Erster auf den Zug auf, noch bevor andere überhaupt an eine Fahrt gedacht haben. Agilität ist kein Fremdwort, sondern muss zugunsten des Kunden/des Projekts/des Erfolgs gelebt werden – und zwar vom ganzen Team, das der moderne Leader zu motivieren weiss. Autoritäre Führung und strenge Hierarchie sind die Killer Nummer eins von Fantasie, Kreativität und neuen Wegen.»

02. Und welche muss er vergessen?

Stephan Koch: «Patriarchisches Denken und Handeln ist passé. Denn von der Arroganz und der Profitgier wird man früher oder später eingeholt.»

Sandra Adlesgruber: «Antrainierte starre Vorgehensweisen darf man getrost über Bord werfen, aber ohne zu radikale Änderungen an der Grundstruktur vorzunehmen. Die Unternehmen verabschieden sich am besten auch von systemtreuen Klonkriegern. Wer Erfolg haben will, muss auf kreative, individuelle Teammitglieder setzen, die auch die Schwächen des Unternehmens erkennen und offen ansprechen. Heterogene Zusammensetzung von Kompetenzen und Fähigkeiten lautet die Zauberformel.»

03. Wie hat die Digitalisierung die Führungskultur in Ihrem Unternehmen verändert?

Stephan Koch: «Die Digitalisierung hat innovative Instrumente hervorgebracht: auf Blick die Arbeitsstundenübersicht, auf Klick die entscheidenden KPIs und auf Sicht die zu erwartenden Umsatzzahlen. Die Digitalisierung kann und sollte unterstützend herbeigezogen werden, doch darf sie die eigentlichen Aufgaben eines Leaders nicht ersetzen.»

Sandra Adlesgruber: «Alte Strukturen mussten auch bei uns losgelassen werden, denn ein strenges Korsett ist Gift für die Agilität. In der Führungsetage sind mittlerweile erste Digital Natives angekommen und die Führungskultur hat sich nicht zuletzt auch deswegen weg vom teils Patriarchalischen und Autoritären zu einer offeneren entwickelt.»

 

Stephan Koch | Key Account Manager, Christinger Partner AG, SKO-Firmenpartner

Sandra Adlesgruber | Leiterin Marketing, Vertrieb & Customer Online Campaign, Neue Mediengesellschaft Zürich AG, SKO-Firmenpartner

 

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Philipp Sauber

Geschäftsführer und Partner | Plan.Net Suisse AG


Die zündende Idee

Ich weiss, wie man Inputs streut, damit sich im Team ein Ideenfeuerwerk entzündet. So gesehen bin ich eigentlich der, der die Zündschnüre auslegt.

Blick in die Zukunft

Für Eltern gibt es wohl kaum etwas Aufregenderes, als die Kinder aufwachsen zu sehen. Besonders gespannt bin ich darauf, wie sich meine Kinder entwickelt haben werden, wenn sie in meinem Alter sind.

Die Überzeugung

Mein Herz schlägt natürlich für meine Familie und dafür, dass es allen gut geht, für die ich verantwortlich bin.

Das Produkt

1991 war’s die Computersprache Assembler, dann C++. Heute überlasse ich die digitale Kommunikation meinen Profis.

Das Ziel

Theoretisch jede Firma der Schweiz, denn sie alle sind potenzielle Kunden. Das macht meinen Beruf so unglaublich spannend.

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Migipedia.ch: Direkte Demokratie im Detailhandel

Mit Migipedia.ch verfügt die Migros über eine erfolgreiche Kundendialog- und Involvement-Plattform, die in ihrer Funktionsweise mit direkter Demokratie verglichen werden kann. Produktbewertungen von Kunden schaffen Orientierung und durch Crowdsourcing kann das Sortiment der Migros mitgestaltet werden. Um sich auch weiterhin differenzieren zu können, gilt es aber, Migipedia.ch weiterzuentwickeln.

In Zeiten, in denen Ratings und Reviews keine Alleinstellungsmerkmale mehr sind, ist Migipedia.ch, die Involvement-Plattform der Migros, noch immer einzigartig in der Marketingkommunikation im Lebensmitteldetailhandel. Differenzieren kann sich Migipedia nach wie vor mit der Kunden-Involvement-Massnahme Crowdsourcing. Damit erfüllt der grösste Detailhändler der Schweiz das Versprechen, immer kundennah zu sein und zu handeln. Bei über 65 Produktentwicklungen wirkten Kundinnen und Kunden bis heute mit. Von der Ideenphase über die Verdichtung der Ideen bis hin zur Degustation von Prototypen findet regelmässiges Kunden-Involvement bei ausgewählten Produktentwicklungen statt. Die Migros weist dabei einen hohen zweistelligen Millionenumsatz aus, der durch Crowdsourcing-Produkte erwirtschaftet werden konnte. Hoch ist auch das Engagement der Kundinnen und Kunden, bei Verpackungsdesigns oder Geschmacksrichtungen ihre Stimme abzugeben. Genau wie in der direkten Demokratie findet nur das von der Masse mit einer Mehrheit gewählte Produkt seinen Weg in das Migros-Regal.

Thematischer Ausbau der Plattform

Die Migros war schon immer Pionierin, lange bevor der Fortschritt der Digitalisierung die Unternehmenskultur erreicht hat. Zudem ist Kunden-Involvement tief in der Migros-DNA verwurzelt. Als persönlichen Willen und allgemeines Vermächtnis hinterliessen Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler und seine Frau 15 Thesen. Eine dieser Thesen besagt, dass das Allgemeininteresse über das Migros-Genossenschafts-Interesse gestellt werden müsse. Mit Migipedia.ch wird die Detailhändlerin diesem Grundsatz auch in Zeiten der Digitalisierung gerecht. Welche Chancen ergeben sich für den Marketing-Mix, wenn Crowdsourcing nicht nur im Bereich der Produkte, sondern auch in den Bereichen Price, Place und Promotion zum Einsatz kommt? Diese Frage gilt es, zu beantworten, um das Erbe von Gottlieb Duttweiler auf eine moderne und digitale Art und Weise weiterzuführen.

Price, Place und Promotion

Involvement im Pricing-Bereich bedeutet nicht, dass Kundinnen und Kunden bei der Zahlung im Laden oder beim Online-Check-out so viel bezahlen, wie sie für angemessen halten. Es geht vielmehr darum, Wissen zu sammeln, für welchen Mehrwert Kundinnen und Kunden zu zahlen bereit sind. Involvement im Bereich Place beinhaltet nicht nur die Kundeninvolvierung bei der Gestaltung von Verkaufsflächen, sondern auch das Anbieten von Involvement-Möglichkeiten an unterschiedlichen Touchpoints. Am Beispiel von Migipedia.ch bedeutet dies konkret, dass sich die über 100 000 Mitglieder starke Community auf unterschiedlichen Websites und auf der Migros App informieren, austauschen und einbringen kann. Der Bereich Promotion befasst sich mit der Generierung von Insights, damit Kommunikationsbotschaften für Kunden an Relevanz gewinnen. Zusätzlich tragen moderne Analytics-Möglichkeiten dazu bei, dass die Migros ihre Kundschaft besser kennenlernen und mit Botschaften ansprechen kann, die für diese noch relevanter sind.

Erfüllung des eigenen Anspruchs

Die Ausweitung von Kunden-Involvement in unterschiedlichen Bereichen des Marketings bringt neue Herausforderungen mit sich. Digitalisierung von Daten, optimierte Prozesse und interdisziplinäre Strukturen sind für eine ganzheitliche Wertschöpfung von Crowdsourcing-Möglichkeiten innerhalb von verschiedenen Marketingfeldern Voraussetzung. Eine gezielte Weiterentwicklung von Crowdsourcing auf Migipedia.ch stellt sicher, dass die Migros auch in Zukunftden eigenen Anspruch erfüllt und Pionierin im schweizerischen Detailhandel bleibt.

 

Philipp Bühler
Philipp Bühler ist Projektleiter Digitale Kommunikation beim Migros-Genossenschafts-Bund.

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Bei Loeb nehmen wir es persönlich

Digital versus analog. Ich glaube, es geht bei dieser Frage nicht um Entweder-oder, sondern vielmehr darum, beide Kanäle optimal miteinander zu verbinden. Gerade aus unserer Branche ist die Digitalisierung nicht mehr wegzudenken und bestimmt heute den Alltag der Konsumentinnen und Konsumenten. Der Onlinekauf wächst weltweit jährlich und wird weiter Umsatzanteile dazugewinnen. Ich bin überzeugt, dass der stationäre Handel jedoch auch in Zukunft seine Berechtigung hat. Was dadurch bestätigt wird, dass reine Onlineanbieter immer mehr stationäre Geschäfte eröffnen.

Oder wollen wir wirklich «tote» Innenstädte ohne Verkaufsgeschäfte und Menschen, die durch die Gassen flanieren? Leider ähneln sich die Metropolen und Kleinstädte dieser Welt immer mehr. Überall begegnen einem die gleichen Ladenketten. Deshalb glaube ich ganz fest an Konzepte mit eigener Identität und Persönlichkeit. So praktisch und bequem online einkaufen von Zuhause aus auch ist, das Bedürfnis, unter Menschen zu gehen und sich über alle Sinne inspirieren zu lassen, ist bei uns allen vorhanden. Darauf wollen wir bei Loeb in Zukunft verstärkt setzen, indem wir gesellschaftliche Treffpunkte schaffen und damit emotionale Erlebnisse generieren. Da Dienstleistungen für Kunden an Wichtigkeit gewinnen, werden wir in Zukunft unsere Onlineplattform weiterentwickeln. Die Händler, die es in Zukunft verstehen, eine Brücke zwischen dem stationären und dem Onlinehandel zu schlagen, werden langfristig Erfolg haben. Ich habe von den Sinnen gesprochen, die haptische Wahrnehmung steht dabei für mich im Vordergrund. Das Material eines Kleidungsstückes mit den Händen erfühlen – ein Vorteil, den kein Onlinehandel beim ersten Kundenkontakt bieten kann. Ein persönliches Beratungsgespräch ist entscheidend, die freundliche und kompetente Verkaufsberaterin macht den Unterschied. Wir wollen unseren Servicestandard ständig verbessern. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besuchen deshalb regelmässig interne Weiterbildungen. Sie lernen, unseren Kunden ein rundum entspanntes Einkaufserlebnis zu bieten.

Meine Vorfahren sind mir dabei ein grosses Vorbild. Immer wieder haben sie mit innovativen Ideen das Unternehmen weitergebracht und widrige Zeiten erfolgreich überwunden. Nun sind wir als Team gefragt – wir müssen Loeb in die digitale Zukunft führen. Dieser Aufgabe stellen wir uns mit dem Ziel, das persönlichste Omnichannel-Warenhaus der Schweiz zu sein!

Nicole Loeb (49) ist Delegierte des
Verwaltungsrates der Loeb Holding AG
sowie Verwaltungsratspräsidentin
der Loeb AG.

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Die Zukunft der Führung

Kurzinterview mit Petra Kipfelsberger

Petra Kipfelsberger, Post-Doc und Lehrbeauftragte für Personalmanagement am Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen,
spricht im Kurzinterview über den besten Führungsstil, neue Leadership-Modelle und das Personalmanagement der Zukunft.

Was ist die wichtigste Erkenntnis, die Sie bislang bei Ihrer Forschungstätigkeit zum Thema Führung gewonnen haben?

Eine der zentralen Aufgaben von Führungskräften ist es, Mitarbeitenden Sinn bei der Arbeit zu vermitteln und zu ermöglichen. Unsere Forschung zeigt, dass es für die Erfüllung dieser Funktion vor allem eines braucht: nämlich, dass Führungskräfte zunächst selbst Sinn bei ihrer Arbeit erleben. Wenn das der Fall ist, dann können sie ihre Mitarbeitenden wirklich inspirieren.

Mit zunehmender Digitalisierung wächst auch das Spannungsfeld «digital versus analog». Bedingt die veränderte Arbeitswelt neue Führungsformen? Inwiefern können die bisherigen Modelle weiterhin bestehen?

In der digitalisierten Welt braucht es eine gute Kombination aus «digital und analog». Dabei kann auf bestehenden Modellen aufgebaut werden; jedoch werden einige altbewährte Faktoren an Bedeutung gewinnen: eine gute Vertrauenskultur, ein hohes Mass an Selbstführungskompetenzen bei den Mitarbeitenden sowie ein gemeinsames Ziel, das sowohl von Führungskräften als auch von Mitarbeitenden als persönlich sinnvoll erachtet wird.

Laissez-faire, autoritär, partizipativ … die Liste an möglichen Führungsstilen ist lang. Gibt es Ihrer Meinung nach einen «Königs-Führungsstil»?

Für mich ist der Führungsstil vor allem ein Ausdruck der tiefer liegenden inneren Haltung der Führungskraft gegenüber den Mitarbeitenden und der Werte der Führungskraft. Es kommt besonders auf die Intention an, mit der etwas delegiert wird. Gelingt es der Führungskraft, den Mitarbeitenden das «Warum» aufzuzeigen, und ist dieses «Warum» sowohl im besten Interesse des Unternehmens als auch des Mitarbeiters, werden Mitarbeitende mit hoher Wahrscheinlichkeit ihr Potenzial und ihre Talente gerne einbringen und die Aufgaben aus eigener Überzeugung bestmöglich erfüllen.

Wie Kunden den Kontakt zu den Mitarbeitenden erleben, prägt stark das Image einer Firma. Wenn es darum geht, das kundenorientierte Verhalten zu beeinflussen, spielt Führung eine wichtige Rolle. Wie sollte sich der Chef optimalerweise verhalten?

Der Chef sollte hier eine Vorbildfunktion einnehmen. Er sollte sich selbst um wichtige Belange von Kunden kümmern und den Kontakt zum Kunden sichtbar für die Mitarbeitenden pflegen; am besten aus der inneren Überzeugung heraus und nicht aus Pflichtbewusstsein.

In den kommenden Jahrzehnten werden vermehrt Roboter gewisse Arbeiten ausführen. Wie, glauben Sie, wird sich diese Entwicklung auf die Führungsetage auswirken?

Führungskompetenzen werden dadurch noch an Bedeutung zunehmen. Soziale wie emotionale Kompetenzen werden gefragter sein denn je. Vorausschauendes, nachhaltiges Planen und Führen anhand von langfristigen Zielen wird wichtiger werden.

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Flexible Workforce – Fit für die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt?

Sogenannte Megatrends wie die Globalisierung, die Digitalisierung oder der demografische Wandel verändern die Arbeitswelt. Um Schritt halten zu können, gilt es für Unternehmen, bedarfsgerechte Arbeitsmodelle zu entwickeln. Dabei gehört die Flexibilisierung der Beschäftigungs- und Arbeitsformen zu den zentralen Strategien, um Wettbewerbsvorteile für Unternehmen zu generieren.

19 Expertinnen und Experten aus der Schweiz mit den unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen aus den Bereichen Gesundheits- und Arbeitswissenschaft, Wirtschaftsinformatik, Human Resources, Rechtswissenschaft, Psychologie sowie Kommunikation haben sich zusammengetan und ein zeitgemässes Arbeitsinstrument für die Praxis entwickelt. Es stellt die Flexibilisierungsinteressen der Unternehmen und Beschäftigten ins Zentrum und soll so helfen, die Herausforderungen zu meistern, welche die moderne Arbeitswelt mit sich bringt.

Das Fachbuch bietet einen Überblick über die unterschiedlichen Flexibilisierungsdimensionen in Bezug auf die bisherigen Entwicklungen und die sich abzeichnenden Trends. Es zeigt konkrete Ansatzpunkte eines flexiblen Personaleinsatzes für die Führungs- und die HR-Praxis sowie Best-Practice-Beispiele auf und umreisst Facts und Figures der aktuellen und künftigen Herausforderungen in der Arbeitswelt.

Flexible Workforce –
Fit für die Herausforderungen
der modernen Arbeitswelt?

Strategien, Modelle, Best Practice

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Neues Jahr, neuer Leader

Geschätzte Leserinnen und Leser

Endlich ist es so weit: Sie halten unseren neuen LEADER in den Händen – unser komplett überarbeitetes Verbandsmagazin, auf das wir ehrlicherweise mächtig stolz sind. Vergangenes Jahr sind wir an den Punkt gelangt, wo wir uns eingestehen mussten, dass der SKO-LEADER, wie Sie ihn bis anhin kannten, unserem Anspruch nicht mehr gerecht wurde. Denn als zukunftsorientierter Verband für Führungskräfte nehmen wir eine Vorreiterrolle ein. Aus diesem Grund haben wir den SKO-LEADER vergangenes Jahr einem kompletten Redesign unterzogen: Gestalterisch und auch inhaltlich blieb kein Stein auf dem anderen. Im Zeitalter der Digitalisierung setzen wir auf eine Kombination von E-Paper und Print-Ausgabe. Neu wird es für die Deutschschweiz mit vier Magazinen pro Jahr zwar weniger Ausgaben geben, diese werden dafür umfangreicher. Alle vier werden als eLEADER auf unserer neuen, Mobile-optimierten Plattform erscheinen und zwei davon werden zusätzlich gedruckt. Analog dazu gibt es nun endlich auch ein eigenes Magazin für die Romandie mit massgeschneiderten Inhalten.

Das journalistische Niveau bleibt gewohnt hoch: Das Jahr 2017 wird gänzlich im Zeichen des hochaktuellen und interessanten Spannungsfeldes «digital vs. analog» stehen; die vorliegende Ausgabe widmet sich den Anforderungen an den zeitgemässen Leader. Wir hoffen, Ihnen neue Einsichten und Blickwinkel sowie ein Stück weit auch Inspiration über den Alltagstrott hinaus zu liefern. Am besten machen Sie sich gleich selbst ein Bild, denn der neue LEADER spricht für sich. Ich wünsche Ihnen also beste Lektüre und viel Freude mit dem Magazin!

Jürg Eggenberger
Geschäftsleiter SKO