Bewerbungsgespräche nützen nichts

Das Jobinterview ist der wohl schlechteste Weg, um das Potenzial eines Bewerbers einzuschätzen. Das schreibt der Psychologe Ron Friedman in seinem Buch «The Best Place to Work». So würden aufgrund des Aussehens automatisch fehlerhafte Annahmen über einen Bewerber getroffen, was wiederum dazu führe, dass die falschen Fragen gestellt werden. Hinzu kommt, dass rund 80 Prozent der Bewerber lügen, um besser dazustehen. Besser als ein Bewerbungsgespräch eignet sich laut Friedman daher ein Probearbeiten: Statt einem Kandidaten eine Stunde lang Fragen zu stellen, soll er eine für die Position relevante Aufgabe bewältigen. So basiert die Beurteilung auf der tatsächlichen Leistung und eben nicht darauf, ob der Bewerber charismatisch aufgetreten ist oder nicht.